08. Mai 2019

Abschaffung der Zeitumstellung – handeln Sie, bevor es fünf vor zwölf ist!

Ab Frühjahr bzw. Herbst 2021 soll es den Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit nicht mehr geben. Das EU-Parlament hat Ende März 2019 mit großer Mehrheit ein Ende der Zeitumstellung beschlossen. Die Kommission hat nun die Nationalstaaten aufgefordert, bis April 2020 mitzuteilen, ob es im jeweiligen Land dauerhaft bei der Sommerzeit oder der Winterzeit bleibt. Eines ist aber sicher: Die Abschaffung der Zeitumstellung wird sich auf Ihr Energiemanagement auswirken. Treffen Sie also rechtzeitig alle notwendigen Vorkehrungen. Die Zeit läuft.

Zentrale Datenhaltung und Auswertung

Jede Form von Software, die mit Uhrzeiten umgeht, muss auf den Wegfall der Zeitumstellung angepasst werden. Es ist davon auszugehen, dass die Betriebssystemhersteller (Microsoft, Apple, Google etc.) rechtzeitig Updates für Server, Arbeitsplatzrechner und Smartphones bereitstellen – in einigen Fällen wird es auch ohne Updates gehen, da die meisten Systeme ihre Zeit aus dem Internet ziehen.

Auch die eigentliche Anwendungssoftware benötigt entsprechende Updates. Für IngSoft InterWatt werden die Updates rechtzeitig ausgerollt. Hingegen ist beispielsweise bei Gebäude- und Prozess-Automationssystemen eine regelmäßige Versorgung mit Updates keineswegs Standard. Hier gilt es, rechtzeitig aktiv zu werden, um herauszufinden ob solche Updates überhaupt angeboten werden oder ob die Abschaffung der Zeitumstellung letztlich Anlass für eine Systemumstellung ist.

Datenerfassungsgeräte im Feld

Unübersichtlich kann die Situation im Feld werden. Geräte wie Steuerungen, Datenlogger und intelligente Zähler haben oftmals eigene integrierte Uhren. Eigentlich eine feine Sache, da so Steuerungshandlungen oder Datenerfassung auch ohne Verbindung zur Zentrale möglich sind. Beim Wegfall der Zeitumstellung werden die integrierten Uhren zum Problem. Letztlich muss für jedes einzelnen Gerät geprüft werden, welche Situation vorliegt:

  • Manche Geräte arbeiten schon heute mit UTC-Zeit (koordinierte Weltzeit) – hier besteht zumindest bei reinen Erfassungsgeräten kein Handlungsbedarf
  • Geräte, die mit Lokalzeit arbeiten und die Zeitumstellung auf Basis eines Abgleichs mit einem Zeitserver bewerkstelligen, benötigen wahrscheinlich auch kein Update
  • In allen anderen Fällen, speziell wenn die Geräte eine eigene Zeitumstellungslogik haben, besteht Handlungsbedarf.

Es wird Zeit kosten, die im Feld verbauten Geräte zu ermitteln, festzustellen, ob es dort integrierte Uhren gibt und ggf. Abhilfe zu schaffen. Wenn keine Software-Updates verfügbar sind, könnte eine Ersatzbeschaffung notwendig werden. Angesichts dessen ist die Zeit bis 2021 knapp bemessen.

IngSoft bereitet sich vor

Anwender von IngSoft InterWatt brauchen sich zumindest bzgl. der zentralen Energiemanagement-Software keine Gedanken zu machen. Server- und Clientkomponenten werden rechtzeitig umgestellt. Lediglich bei individuellen Schnittstellen zu vorgelagerten Systemen wie CAFM, GLT- oder PLT-Systemen kann es notwendig sein, IngSoft über aus dem Wegfall der Zeitumstellung resultierende Änderungen der Vorsysteme zu informieren und ggf. Schnittstellenanpassungen zu vereinbaren.


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