24. September 2019

Aktualisierung des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) – Erleichterungen bei Auditpflichten für Unternehmen mit geringem Energieverbrauch

Die Aktualisierung des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) ist ohne weitere Änderungen durch den Bundesrat gekommen und dürfte somit im Oktober 2019 wirksam werden. Die Novelle umfasst im Wesentlichen folgende Punkte:

Wesentliche Änderungen für Unternehmen

  • Unternehmen, deren Energieverbrauch weniger als 500.000 kWh im Jahr beträgt, sind nicht mehr verpflichtet ein vollständiges Energieaudit nach DIN 16247-1 durchzuführen. Stattdessen reicht ein sogenanntes vereinfachtes Audit. Dazu müssen sie lediglich in einer vereinfachten Online-Erklärung Angaben zu den Energieverbräuchen gemacht werden.
  • Unternehmen, die ein Audit durchführen müssen, sind zudem auch verpflichtet, spätestens zwei Monate nach Abschluss des Audits nach DIN 16247-1 auch eine (reguläre) Online-Erklärung abzugeben.
  • Erfolgt das Energieaudit zwischen dem Inkrafttreten der Änderung (voraussichtlich im Oktober 2019) und dem 31. Dezember 2019, gilt bei diesen Unternehmen zur Einreichung der Online-Erklärung eine Übergangsfrist bis zum 31. März 2020.
  • Fanden Wiederholungsaudits noch vor dem Inkrafttreten der Novelle statt, sind diese Änderungen nicht relevant.
  • Weisen Unternehmen ein zertifiziertes Energie- und Umweltmanagementsystem nach EMAS oder ISO 50001, ist keine Online-Erklärung notwendig.

Online-Erklärung

Die Online-Erklärung in vereinfachter Form enthält Angaben zum Unternehmen sowie Angaben zu Gesamtenergieverbrauch und –kosten. Diese müssen aufgeschlüsselt nach Energieträgern sein.

Die reguläre Online-Erklärung enthält Angaben zu Gesamtenergieverbrauch und –kosten (aufgeschlüsselt nach Energieträgern), zum Energieauditor zu den eingeleiteten Maßnahmen sowie zu den Kosten des Energieaudits.

Wesentliche Änderungen für Auditoren

Auch Auditoren stehen neue Anforderungen bevor. Mit dem aktualisierten EDL-G sind Auditoren zur regelmäßigen Fortbildung verpflichtet. Die Fortbildung soll erstmalig 80 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten umfassen und anschließend alle 3 Jahre jeweils 24 Unterrichtseinheiten.

Darüber hinaus müssen sich Auditoren vorab beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) registrieren und ihre Qualifikationen nachweisen.

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