26. August 2020

Auswirkungen des Klimawandels und der Nachhaltigkeitspolitik rufen nach mehr Energieeffizienz

Klimawandel ist lange nichts Abstraktes mehr. Er wirkt sich auf unterschiedliche Weise unmittelbar und mittelbar auf Privatpersonen genau wie Unternehmen aus.

Sie müssen sich beispielsweise mit Ernteeinbußen, fehlendem Kühlwasser oder einer Unterbrechung von Logistikketten auseinandersetzen, die die Folge lang anhaltender Hitze und Dürre sind. Zugleich werden ihre Firmenstandorte durch Überschwemmungen gefährdet. Darüber hinaus unterliegen Unternehmen zunehmend verschärften Regulierungen, unter anderem zur Dekarbonisierung. Auch sind sie vom erweiterten Emissionshandel und CO2-Abgaben betroffen. Seit dem 2017 gibt es außerdem eine Nachhaltigkeitsbeitragspflicht für kapitalmarktorientierte Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Auf die vielfältigen Auswirkungen des Klimawandels geht Peter Herzog, der Nachhaltigkeitsexperte der BayernLB, in einem Interview näher ein.

Die Politik stellt sich den Herausforderungen des Klimawandels. Mit verschiedenen Vorhaben soll die Energiewende gelingen. Dazu wurden beispielsweise der Europäische Green Deal sowie das Kohleausstiegsgesetz auf den Weg gebracht.

Der Europäische Green Deal

Der Europäische Green Deal sieht vor, dass die Wirtschaft bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden, also keinen Ausstoß von Treibhausgasen mehr verursachen soll. Als Zwischenziel bis zum Jahr 2030 soll der CO2-Ausstoß im Vergleich zum Jahr 1990 um mindestens 50 Prozent sinken. Durch verschiedene Maßnahmen will man das Ziel erreichen. So soll beispielsweise der Umstieg auf erneuerbare Energien und Energieeinsparung u. a. durch Gebäudesanierung vorangetrieben werden. Elektromobilität soll weiter forciert werden, beispielsweise durch den Ausbau von einer Million Ladestationen und strengere Vorgaben für Schadstoffausstoß von Dieselfahrzeugen und Benzinern. Auch höhere Steuern in der Luftfahrtindustrie stehen im Raum. Darüber hinaus soll der europäische Handel mit CO2-Zertifikaten ausgeweitet werden. Industrie ist aufgefordert, möglichst mithilfe sauberer Energieträger wie Wasserstoff zu produzieren. Eine weitere Maßnahme stellt die Förderung der Produktion von Batteriezellen sowie des Recyclings dar. Nicht zuletzt ist vorgesehen, den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel in der Land- und Fortwirtschaft zu reduzieren und Biodiversität zu fördern.

Kohleausstiegsgesetz

Ein Teil des Klimaschutzprogramms 2030 ist das Kohleausstiegsgesetz. Im Rahmen dessen wird die Kohleverstromung Schritt für Schritt reduziert. Ziel ist dabei die Abschaltung aller Kohlekraftwerke in Deutschland bis zum Jahr 2038. Laut dem Bundesverband der Energie-und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) kam im ersten Halbjahr 2020 bereits nahezu die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien.
Pariser Klimaziele auch ökonomisch notwendig
Forscher aus Deutschland, Schweden, Norwegen und Großbritannien haben in einer gemeinsamen Studie ein aktualisiertes Klimaschutzmodell von William Nordhaus zugrunde gelegt. Darin wurden „Aspekte der intergenerationellen Gerechtigkeit und neue Berechnungen der materiellen Auswirkungen der Klimakrise“ berücksichtigt. Die Forscher kommen zum Schluss, dass das 2-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommen auch aus ökonomischer Sicht erreicht werden muss, da die wirtschaftlichen Schäden durch die Klimaerwärmung letztlich größer sein werden als die Anpassungskosten für Klimaschutz, um die vereinbarten Klimaziele zu erreichen.

Energiewende durch mehr Energieeffizienz unterstützen

Energiewende nimmt immer mehr Fahrt auf. Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz werden notwendig und politisch immer mehr forciert, beispielsweise durch Förderprogramme. Der Aufwand für Energieeffizienzmaßnahmen und Dekarbonisierung lohnt sich, wenn man im Gegenzug die wirtschaftlichen Kosten in Betracht zieht, die durch unzureichend reduzierte Klimaerwärmung zwangsläufig entstehen werden.
Ein wichtiger Baustein der Energiewende ist die Energieeffizienz. Mit IngSoft InterWatt leisten Sie an dieser Stelle einen wichtigen Beitrag.

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