18. Dezember 2019

Die ersten Schritte im Energiemanagement

Sie möchten ein Energiemanagement einführen? Aber wie? Womit fangen Sie an? Das sind die ersten Schritte auf Ihrem Weg zu mehr Energieeffizienz:

Strukturen

Überlegen Sie sich zunächst sinnvolle Strukturen – organisatorisch, räumlich, energetisch. Organisatorisch: Bestimmen Sie einen Verantwortlichen oder bilden Sie ein Energiemanagement-Team, in dem jede Person bestimmte Aufgaben übernimmt. Definieren Sie, welcher Mitarbeiter welche Zugriffsrechte erhält. Räumlich: Klären Sie, welche Standorte (ggf. Tochterunternehmen) und Hallen eingebunden werden sollen. Gliedern Sie die vorhandenen Zähler und Unterzähler. Energetisch: Wie soll die Elektroverteilung abgebildet werden? Berücksichtigen Sie insbesondere Einspeisungen, Hauptverteilungen, Unterverteilungen und Abgänge. Energieträger wie Druckluft und Wärme haben jeweils eine andere Verteilungstopologie.

Bewertung des Status quo, Identifizierung der Einsparpotenziale

Ermitteln und bewerten Sie den Status quo Ihres aktuellen Energieverbrauchs. Wo erkennen Sie Einsparmöglichkeiten? Je mehr Daten von intelligenten Zählern, Datenloggern, Gebäude- und Prozessleittechniksystemen, Energieversorgern, CAFM- und ERP-Systemen vorhanden sind, desto genauer können Sie die Ausgangssituation beurteilen und Maßnahmen ableiten. Müssen Sie eventuell nicht nur den Verbrauch, sondern auch die Energieerzeugung berücksichtigen? Und welche Einflussfaktoren müssen Sie berücksichtigen? Spielt die Temperatur vielleicht eine Rolle? Die Flächenwerte aus dem CAFM-System, die Besucherzahl oder produzierte Stückzahl? Je mehr Auswertungs- und Analysemöglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen, desto aussagekräftiger wird Ihre Bewertung.

Ziele setzen, Maßnahmen ergreifen

Nach der Analyse der Ausgangssituation formulieren Sie nun konkrete Einsparziele. Diese sollten messbar sein. Definieren Sie in dem Zusammenhang auch die notwendigen Maßnahmen, die zu dieser Zielerreichung führen sollen.

Mit einer einmaligen Umsetzung der Maßnahmen ist es allerdings nicht getan. Die Wirkung dieser sollte regelmäßig überprüft werden.

Die richtigen Werkzeuge

Möchten Sie langfristig Energieeffizienz steigern oder streben Sie möglicherweise eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 an, ist eine spezielle Energiemanagement-Software empfehlenswert. Denn:

Eine professionelle Energiemanagement-Software unterstützt Sie beim Aufbau sinnvoller Strukturen durch ein feingliederiges Rechtesystem und eine grafische Navigation, bei der Sie beispielsweise Geländekarten oder Hallenpläne hinterlegen. Die Software wird Ihnen die Möglichkeit bieten, die Zählerstruktur beliebig tief zu untergliedern und Tausende Gebäude und Zähler abzubilden.

Sie sollte außerdem über zahlreiche Schnittstellen verfügen und die Abbildung diverser Medien, u. a. Fernwärme (Dampf/Wasser), Fest- und Flüssigbrennstoffe und nicht-energetischer Medien wie Wasser oder Abfall ermöglichen. Auch die Abbildung von Photovoltaik, Kraft-Wärme-(Kälte)-Kopplung (BHKW), Solarthermie oder Wärmepumpen sollte idealerweise bei Bedarf möglich sein.

Setzen Sie eine geeignete Software ein, können Sie nicht nur die ersten Schritte im Energiemanagement gehen. Sie werden auch für zukünftige Anforderungen gewappnet sein.


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