11. April 2022

Energie sparen und Ressourcen schonen im Büro – so einfach geht‘s: 10 simple Tipps für den Arbeitsalltag

Stark steigende Energiekosten, Ressourcenknappheit und Klimawandel: Energie sparen ist keine Option mehr, sondern eine unumgängliche Notwendigkeit. Jeder einzelne von uns ist aufgerufen, den eigenen Energieverbrauch kritisch zu hinterfragen und einzusparen, wo es uns möglich ist. Zugleich wächst auch der Druck auf Unternehmen: Energieeffizienz wird zum strategischen Wettbewerbsfaktor.

Dabei können vermeintlich kleine Änderungen, bereits eine große Wirkung entfalten. Mit Ablauf der Homeoffice-Pflicht zum 20. März 2022 kehren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder vermehrt ins Büro zurück. Ein guter Zeitpunkt, Energiebewusstsein im Büro wieder mehr in unsere Köpfe zu rücken!

Zehn einfache Maßnahmen für mehr Energieeffizienz im Arbeitsalltag:

  1. Reduzieren Sie den Verbrauch Ihrer Elektrogeräte: Deaktivieren Sie unnötige Energiefresser wie Bildschirmschoner und prüfen Sie, ob eine geringere Bildschirmhelligkeit vielleicht bereits ausreichend ist. Aktivieren Sie stattdessen die Energiesparfunktionen von PCs, Handy etc. und achten Sie darauf, die Geräte bei längerer Abwesenheit, z.B. in Pausen oder am Ende des Arbeitstages, auszuschalten. Gerade in Zeiten mobilen Arbeitens umso wichtiger!
    →Wichtig: Kontrollieren Sie, ob Ihre Geräte auch im ausgeschalteten Zustand Strom verbrauchen: Dann helfen Master-Slave-Steckdosen, Steckdosenleisten mit Kipp-Schalter oder Zeitschaltuhren.

  2. Achten Sie bei der Neuanschaffung von Geräten auf den Energieverbrauch: Hilfestellung bieten Energieeffizienz-Siegel, wie Blauer Engel, Energy Star oder das EU-Energielabel. Beachten Sie, dass Laptops i.d.R. weniger Energie verbrauchen als Desktop-PCs und auch die Größe von Monitoren eine Rolle spielt.
    Wichtig: Bedenken Sie bei der Neuanschaffung, dass gerade bei der Produktion neuer Geräte viel Energie anfällt. Daher muss immer individuell abgewogen werden: Je älter und stromfressender ein Gerät, desto eher lohnt sich der Austausch.

  3. Heizen Sie energiebewusst: Die ideale Raumtemperatur im Büro liegt zwischen 20–22 Grad. Wichtig ist, auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter/-innen einzugehen und zugleich ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass jedes weitere Grad Raumtemperatur den Energieverbrauch um 6 Prozent erhöht.
    Wichtig: Halten Sie Türen und Fenster während der Heizperiode geschlossen und drehen Sie Heizkörper nach Arbeitsschluss aus. Achten Sie auch darauf, Heizkörper nicht zuzustellen oder verstauben zu lassen, da sie dann weniger Wärme abgeben. Zudem sollten Sie die Heizungsanlage während der wärmeren Monate abstellen.
     
  4. Lüften Sie richtig: In Zeiten der Corona-Pandemie gewinnt richtiges Lüften noch einmal mehr an Relevanz. Gerade in kälteren Monaten empfiehlt sich Stoßlüften für eine Dauer von 5–10 Minuten, denn durch ein dauerhaft gekipptes Fenster geht deutlich mehr produzierte Wärme verloren.
    Wichtig: Drehen Sie Heizkörper während des Lüftens zu.

  5. Nutzen Sie Beleuchtung sinnvoll: Nutzen Sie Tageslicht und vermeiden Sie künstliche Beleuchtung. Platzieren Sie Arbeitsplätze nah am Fenster, streichen Sie Wände mit lichtreflektierenden Farben und meiden Sie „Lichtschlucker“ wie zugestellte Fensterbänke, Trennwände, Tapeten. Tauschen Sie alte Leuchtmittel durch energieeffiziente, langlebige LED-Beleuchtung: Achten Sie bei der Anschaffung auch auf das EU-Energielabel für Lichtquellen. Denken Sie daran, nach Verlassen eines Raumes bzw. nach Feierabend das Licht auszuschalten.
    Wichtig: Informieren Sie sich über passende, energieeffiziente Beleuchtungs-konzepte für Ihre individuelle Bürosituation. Immer im Blick behalten: Licht fördert die Arbeitsproduktivität!

  6. Wirken Sie Hitze verbrauchschonend entgegnen: Genau wie Heizungen verursachen Klimaanlagen einen hohen Energiebedarf und liefern daher Potenzial für Einsparungen. Zudem erhöhen sie das Erkältungsrisiko – v.a. wenn sich Innen- und Außentemperatur deutlich unterscheiden. Auch hier gilt: Jedes Grad Raumtemperatur mehr, senkt den Energieverbrauch der Klimatisierung um 4 Prozent.
    →Wichtig: Einfache Maßnahmen helfen den Einsatz von Klimatisierung zu umgehen: An heißen Sommertagen morgens ausreichend lüften sowie Fenster und Türen tagsüber geschlossen halten. Ein außenliegender Sonnenschutz (Rollläden, Jalousien) reduziert die Wärmelast zusätzlich.
     
  7. Drucken Sie sparsam: Lesen Sie Dokumente lieber am Bildschirm, anstatt sie auszudrucken. Nützlich sind auch Lösungen, mit denen Verträge digital unterzeichnet werden können. Lässt sich ein Ausdruck nicht vermeiden, verwenden Sie am besten die Schwarz-Weiß-Einstellung, drucken Sie beidseitig und bilden Sie z. B. mehrere Präsentationsfolien auf einer Seite ab. Bedenken Sie auch, dass nicht jeder Arbeitsplatz einen Drucker benötigt. Setzen Sie auf Netzwerkdrucker – das spart Energie und Platz.
    Wichtig: Der Energieverbrauch bei der Verarbeitung von frischen Papierfasern ist immer höher als ihre Wiederverwertung. Nutzen Sie daher Papier aus 100% Altpapier. Auch hier ist das Label „Blauer Engel“ ein verlässlicher Indikator. Falls doch einmal frisch erzeugtes Papier notwendig ist, greifen Sie zu Produkten, die mit den Siegeln „FSC-100%“ gekennzeichnet sind. Sie stammen aus nachhaltiger Waldwirtschaft.
      
  8. Grüne Mobilität: Umweltschutz beginnt bereits auf dem Weg zur Arbeit. Laut Bundesumwelt verursachte der Verkehrssektor im Jahr 2019 etwa 164 Mio. t Treibhausgase (berechnet als CO2-Äquivalente) und somit ca. 20 Prozent der Treibhausgasemissionen Deutschlands. Maßgeblichen Anteil daran hat der Straßenverkehr. Wer klimafreundlich unterwegs sein möchte, nutzt daher besser Fahrrad bzw. den öffentlichen Nahverkehr oder geht nach Möglichkeit zu Fuß. Die Corona-Pandemie hat zudem deutlich gemacht, dass Dienstreisen häufig auch gut durch Video- bzw. Telefonkonferenzen ersetzt werden können.
    Wichtig: Ein betriebliches Mobilitätsmanagement gewinnt zunehmend an Bedeutung: Es erleichtert die Bildung von Fahrgemeinschaften, schafft Anreize für umweltfreundlichere Fortbewegung und fördert mitunter auch die Gesundheit der Mitarbeiter/-innen. Zu möglichen Maßnahmen zählen z. B. Dienstrad(-Leasing), Umkleidekabinen, ausreichend bzw. sichere Fahrradstellplätze, Aktionstage oder Firmen-Abos mit vergünstigten Konditionen für den öffentlichen Nahverkehr.
     
  9. Nachhaltige Büro-Küche: Prüfen Sie die Energieeffizienz-Klasse der Küchengeräte: Gerade ältere, langlebige Geräte, wie Kühlschränke und Geschirrspülmaschinen, weisen über die Jahre häufig oft einen so hohen Verbrauch auf, dass der CO2-Verbrauch ihrer Herstellung mitunter verhältnismäßig wenig ins Gewicht fällt.
    Achten Sie zudem darauf
    • die Kühlschranktür nicht lange offenstehen zu lassen;
    • die Kühl- bzw. Gefriertemperatur richtig einzustellen: 7 °C im Kühlschrank und minus 18 °C im Gefriergerät sind ausreichend;
    • warme Essensreste nicht in den Kühlschrank zustellen;
    • die Kaffeemaschine nicht dauerhaft laufen zu lassen;
    • den Geschirrspüler nur zu starten, wenn er vollständig gefüllt ist.
     
  10. Reduzieren Sie Müll: Entwickeln Sie ein Bewusstsein für einen schonenden, nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.
    →Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, unnötigen Müll zu vermeiden:
    • Meiden Sie Einweg-Kaffeebecher. Besser: Eigene Thermobecher mitbringen oder ein Mehrwegsystem etablieren;
    • Verwenden Sie keine Kapselkaffee-Maschine und setzen Sie auf Wasserspender statt Flaschen;
    • Nutzen Sie wiederverwendbare Essensboxen – z.B. auch für das Mittagessen zum Mitnehmen;
    • Sprechen Sie mit Lieferanten, ob sich Verpackungsmaterial vermeiden lässt;
    • Pakete vorsichtig öffnen und Kartons wiederverwenden;
    • Einseitig bedrucktes Papier (ohne sensible Daten) als Schmierpapier nutzen.

Grundsätzlich gilt: Energieeffizienz ist v.a. auch Chefsache und muss von der Führungsebene vorgelebt werden, um fester Bestandteil der Unternehmenskultur zu werden. Zwängen Sie keine Maßnahmen auf, sondern schaffen Sie ein Bewusstsein sowie Anreize für einen schonenderen Umgang mit Ressourcen.

Sie möchten Ihr Energiemanagement professionalisieren und langfristige Transparenz über den Energieverbrauch Ihrer Bürogebäude und Werkstätten? Dann setzen Sie auf ein digitalisiertes Energiemanagement. Wir beraten Sie gern! Kontaktieren Sie uns telefonisch unter +49 (911) 430879-100 oder schreiben Sie uns eine E-Mail:

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