01. April 2022

Kennen Sie schon die Neuerungen der ISO 50001:2018?

Die Umstellungsfrist ist vorbei: Seit dem 21. August 2021 sind die Zertifikate nach ISO 50001:2011 abgelaufen. Nach 3-jähriger Übergangsfrist gilt einheitlich die ISO 50001:2018. Die deutsche Version der Norm ist beim Beuth Verlag bestellbar. Das hat sich mit der Neuauflage verändert:

Schlägt man die ISO 50001:2018 auf, ist eine Veränderung im Vergleich zur Vorgänger-Version auf den ersten Blick erkennbar: die Grundstruktur der Norm wurde tiefgreifend überarbeitet. Sie wurde an die High Level Structure (analog zu anderen Management-Normen) angepasst. So wird eine hohe Kompatibilität der neuen ISO 50001 mit anderen Managementsystem-Normen sichergestellt und der Betrieb von integrierten Managementsystemen erleichtert.

Die Unternehmensführung nimmt jetzt eine zentrale Rolle im Energiemanagement ein: Das Top-Management trägt die Verantwortung für die Wirksamkeit des Energiemanagementsystems (EnMS) und stellt sicher, dass Energieziele mit der Gesamtstrategie kompatibel sind. Die Pflicht zur Benennung eines Energiemanagementbeauftragten besteht nicht mehr. Für die operative Betreuung des EnMS ist ein interdisziplinäres Energiemanagement-Team zuständig.

Der Kontext der Organisation spielt jetzt eine wichtige Rolle. Interne und externe Themen sowie interessierte Parteien, die das Energiemanagement beeinflussen, müssen analysiert werden. Das können beispielsweise Energieversorger, Berater, Prüfer, Vermieter oder Beschäftigte sein. Welche Risiken und Chancen entstehen hieraus für die energiebezogene Leistung? Welche entsprechenden Maßnahmen müssen definiert werden?

Grundlegende Veränderungen gibt es insbesondere bei den Energieleistungskennzahlen (EnPIs) und den zugehörigen energetischen Ausgangsbasen (EnB). Sie müssen jetzt immer normalisiert werden. Das bedeutet: Änderungen von relevanten Variablen und statischen Faktoren müssen in deren Berechnung einbezogen werden, damit eine Vergleichbarkeit sichergestellt werden kann. Dadurch werden Anforderungen und Begriffe aus der ISO 50015 und der ISO 50003, die bisher lediglich in Form von Leitfäden zu berücksichtigen waren, in der Norm aufgegriffen und somit bindend.

Anhand der normalisierten EnPIs und EnB wird die fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung nachgewiesen. Die Forderung nach einer Verbesserung der energiebezogenen Leistung wurde somit direkt in die Norm aufgenommen.

Haben Sie noch Fragen zur ISO 50001:2018? Möchten Sie wissen, wie Sie die Anforderungen der ISO 50001 umsetzen können? Was sind Ihre nächsten Schritte? Sprechen Sie uns an.

Bauen Sie auf IngSoft InterWatt und unsere für Sie entwickelten Leistungsindikatoren. Damit bewerten Sie automatisiert Einflussgrößen für Ihre EnPIs. Mit den Ergebnissen erstellen Sie normalisierte EnB, die Sie anschließend mit Ihren Energiezielen verknüpfen können. So gelingt der Nachweis Ihrer verbesserten energiebezogenen Leistung effektiv, normgerecht und mit minimalem Aufwand.

Ausführliche Informationen zu unseren Leistungsindikatoren finden Sie hier.

Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Umstellung Ihres Systems auf die aktuelle Norm oder im Rahmen einer individuellen Schulung zur ISO 50001:2018. Kommen Sie auf uns zu: energie@ingsoft.de !


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