16. November 2020

So war die Anwendertagung 2020

Im Kern der IngSoft InterWatt Anwendertagung steht der Austausch zwischen den IngSoft InterWatt-Anwendern und dem IngSoft-Team. Der offene Dialog ist das wesentliche Merkmal dieser jährlichen Veranstaltung. Seit Jahren wächst die Teilnehmerzahl stetig. In den vergangenen Jahren rückten wir immer mehr zusammen, der gebuchte Saal platzte zuletzt schon fast aus allen Nähten.

Die Covid19-Pandemie zwang IngSoft zu einer Veränderung des Rahmens. Statt einer reinen Präsenz-Veranstaltung, fand ein hybrides Event statt. Knapp 20 Personen waren vor Ort, bis zu 70 Teilnehmer waren per Livestream zugeschaltet. Dem Informationsfluss tat das Format keinen Abbruch – im Gegenteil. Sogar am Vorabend kommt eine kleine Gruppe zu einer Stadtführung und einem gemeinsamen Abendessen zusammen.

Bereits im Vorfeld fragten wir Sie nach Ihrer Meinung. Eine große Mehrheit von Ihnen bekundete dabei grundsätzliches Interesse an einer Online-Veranstaltung. Knapp zwei Drittel gaben an, dass eine interaktive Ausgestaltung einer virtuellen Anwendertagung wichtig bis sehr wichtig sei. Inhaltlich wünschten Sie sich vor allem Vorträge und Live-Demos zu neuen Software-Funktionen, eine Vorstellung der Entwicklungsagenda und dazu eine Umfrage zur Priorisierung der Entwicklungsprojekte sowie Anwendungsbeispiele anderer IngSoft InterWatt-Nutzer.

Das war die Agenda

Ihre Rückmeldungen sollten unser Leitfaden bei der Gestaltung der IngSoft InterWatt Anwendertagung sein. Durch Online-Umfragen sowie die Möglichkeit Fragen auch remote zu stellen entstand den Online-Teilnehmern kein Nachteil.

In seiner Keynote stellte Karsten Reese die aktuellen politischen Rahmenbedingungen im Energiemanagement dar. Der Europäische Green Deal, die deutsche CO2-Bepreisung, die günstige Förderlandschaft und auch der gesetzliche Zwang zur elektronischen Energierechnung inspirierten ihn zum Titel seines Vortrags: „Das Klima ist gut“ – gemeint war damit das Klima für Energiemanagement.

Gast-Vorträge

Trotz eines Feuerwerks an Produktneuerungen der vergangenen zwölf Monate, die IngSoft in komprimierter Form darstellte, gab es Raum für insgesamt sechs Gast-Vorträge.

  • Stefan Lindner berichtete vom Stand des Smart Meter Rollout bei enercity. Ergänzend zum gesetzlichen Rollout – der nur für Verbrauchstellen über 6.000 kWh/a zum Tragen kommt – schlug er auf Basis von LoRa eine kostengünstige Lösung für kleinere Verbraucher vor.
  • Oliver Schulz von EnMaS (Deutsche Gesellschaft für Energiemanagement mbH) stellte sein Produkt ENSPECTER für Energieaudits und die energetische Bewertung im Rahmen eines Energiemanagementsystems sowie eine geplante Schnittstelle zu IngSoft InterWatt vor.
  • Remote zugeschaltet berichtete Jan Scheer, wie sich IngSoft InterWatt in den letzten Jahren zum zentralen Werkzeug im Energiemanagement der Landeshauptstadt Kiel entwickelt hat und wie nun mittels LoRa dort die automatische Erfassung deutlich ausgebaut wird.
  • Thomas Müller von E1 Energiemanagement GmbH stellte deren neuestes Produkt die intelligente Heizzentrale vor. Diese hebt minimal-invasiv bestehende Heizungsregelungen auf ein neues Intelligenzniveau.
  • Patrick Thoma (IgSoft) stellte die Roadmap zur automatischen Datenerfassung in IngSoft InterWatt vor. In diesem Kontext stellte unser Kooperationspartner Lertes GmbH & Co.KG sowie das Ingenieurbüro Fleischmann innovative Produkte zur Aufschaltung von Daten auf IngSoft InterWatt vor:
    • Der Lertes-Datenlogger rmcu kann als LoRa-Basisstation dienen und ermöglicht die Nutzung des in vielen Situationen konkurrenzlos gut geeigneten Funkstandards LoRa ganz ohne Umweg über eine externe LoRaWAN-Cloud.
    • Die Software „SPS-Monitor“ von Josef Fleischmann schließt eine große Lücke: viele kleinere und mittlere produzierende Unternehmen setzen Maschinen mit Steuerungssystemen (sog. SPSen). Allerdings haben sie kein aufwendiges Leittechnik-System, mit dem interessante (Energie-)Daten aus den SPSen ausgelesen werden könnten. Genau hier bietet der SPS-Monitor eine Lösung.

Neuerungen in IngSoft InterWatt

Von den vorgestellten Neuerungen seien hier nur drei hervorgehoben:

  • Amelie Schmidt (IngSoft) demonstrierte, wie mit Hilfe einiger neuer Zähler- und Medientypen IngSoft InterWatt auch für Umwelt- und Stoffstrommanagement eingesetzt werden kann. Sie zeigte auch, wie die im Vorjahr vorgestellte Regressionsanalyse – nicht zuletzt motiviert durch Feedback der Anwendertagung 2019 – nun auch vollautomatische multidimensionale Regressionsanalysen ermöglicht.
  • Mit der Verwaltung von Kalendern ist einer der letzten Funktionen aus der Windows-Oberfläche „StrukturEditor“ in die Web-Oberfläche „EnergieMonitor“ gewandert; diese Funktionalität wurde von Oliver Franzmann, ebenfalls IngSoft, vorgestellt.
  • Die größte Änderung im Jahr 2020 war die neue Rechteverwaltung in IngSoft InterWatt. Deren große Vorteile erläuterte Fabian Kirstner. Sehen Sie dazu auch gern unsere Videos: Rechtekonzept im Allgemeinen, Anlegen von Rechtegruppen und Benutzerrechten sowie Migration bestehende Benutzerrechte.

Vorschau

Für viele Anwender, aber auch für das IngSoft InterWatt-Produktmanagement ist die Präsentation der Entwicklungsagenda für das kommende Jahr sowie das Feedback der Anwender einen Höhepunkt der Anwendertagung dar.

„Auf der Anwendertagung gleichen wir unsere Pläne mit den Bedürfnissen der Anwender ab. Die Veranstaltung spielt eine zentrale Rolle für das partnerschaftliche Verhältnis mit unseren Kunden und nicht zuletzt den Erfolg von IngSoft InterWatt“ – so Karsten Reese, der geschäftsführende Gesellschafter von IngSoft. Er ergänzt: „Wir fragen unsere Anwender nach ihrer Priorisierung der Themen, die wir im Folgejahr angehen wollen. Manchmal gibt es Gründe, warum wir eine bestimmte Reihenfolge bei der Umsetzung einhalten müssen – aber meist können wir das Votum unserer Anwender berücksichtigen.“


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