Warum eine CAFM-Software für's Energiemanagement nicht geeignet ist

Energiemanagement entwickelt sich derzeit dahin, dass es nicht mehr nur um die Daten geht, sondern zunehmend auch um die Abbildung von Prozessen. Alle wichtigen Ansätze, die über das bloße Visualisieren von Zählerdaten hinausgehen, kann man unter der Überschrift „Digitalisierung“ zusammenfassen.

Notwendigkeit einer Energiemanagement-Software

Prozesse im Facility Management lassen sich in CAFM-Software abbilden. Meistens ist auch ein Energiemanagement-Modul erhältlich, das mit nahtloser Integration in das CAFM-System wirbt.

Mindestens an zwei Punkten versagen solche Module: Da im Energiemanagement langfristige Analysen möglich sein müssen und Daten mit unterschiedlichem Zeitversatz eingehen, muss der zeitliche Strukturwandel abgebildet werden. Sind viele automatische Messeinrichtungen vorhanden, kommen rasch Millionen und Milliarden Datensätze zusammen – und schon einzelne Ausreißer machen die Auswertung wertlos.

Die Stadt Wuppertal, Vorreiter für automatische Datenerfassung im kommunalen Bereich, setzt seit 2014 auf IngSoft InterWatt. Auch ein CAFM-System ist im Einsatz. Durch einen automatischen Abgleich zwischen beiden Systemen profitiert die Kommune von den Vorteilen beider Welten.

Angrenzende Prozesse

In einer professionellen Energiemanagement-Software werden nicht nur die Daten digital erfasst. Auch angrenzende Prozesse werden eingebunden. So auch bei Remondis, Europas größtem Zentrum für industrielles Recycling. Das Unternehmen hat seine Abrechnung der im Arealnetz gelieferten Energie mithilfe von IngSoft InterWatt digitalisiert.

Verbräuche werden automatisch in IngSoft InterWatt erfasst. Zusätzlich werden die mit den Nutzern vereinbarten Tarife hinterlegt. So lassen sich monatliche Abrechnungen per Knopfdruck generieren. Die Nebenkostenabrechnung ist historisiert und jederzeit gänzlich nachvollziehbar. Korrekturrechnungen sind möglich.

Flexibilität und Leistungsfähigkeit

Energiemanagement ist dynamisch: Zählerwechsel, Tarif- oder Anbieterwechsel (und damit des Emissionsfaktors), Einbau weiterer Unterzähler, neue feiner aufgeteilte Struktur, Erweiterung oder Reduzierung von Gebäuden, Einführung des Smartmeterings u.v.m.

Diesem Aspekt muss durch hohe Flexibilität Rechnung getragen werden. Ein Beispiel: Die Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW), bei der 70.000 Datenpunkte im Energiemanagement-System eingebunden sind, ist Energieversorger und Energiemanagement-Dienstleister zugleich. Das erfordert eine leistungsfähige, flexible Software mit ausgereifter Mandantenfähigkeit, offener Skalierbarkeit und einer Schnittstelle an das vorhandene SAP-System.

Mit IngSoft InterWatt stehen bei der VKW die Beratung der Haushaltskunden, Energiemanagement-Dienstleistungen bei gewerblichen Abnehmern und öffentlichen Einrichtungen sowie die eigenen Liegenschaften und Kraftwerke mit einem durchgängigen System auf einem einzigen Fundament.

Bei Auswertungen der Verbräuche müssen außerdem diverse Veränderungen beachtet werden, v. a. beim Einsatz zusätzlicher Zähler oder Wechsel von manueller auf automatische Erfassung.

Aufwand minimieren

Facility Manager müssen neben dem Energiemanagement auch andere Aufgaben bewältigen. Daher sollte der Arbeitsaufwand im Energiemanagement minimiert werden. Importfunktionen bestehender Daten, Wiederverwendbarkeit von Bausteinen, hierarchische Rechtevergabe, vorbereitete Schnittstellen u. a. zu CAFM-Systemen reduzieren den initialen Einrichtungsaufwand. Für typische Aufgaben im Energiemanagement wie Plausibilisierung von Werten, Zählerwechsel und den regelmäßigen Berichtsversand bietet eine professionelle Software clevere Funktionen, die den täglichen Aufwand verringern.

Die Zählerbaumvalidierung in IngSoft InterWatt ermöglicht es dem Anwender, rasch einen Überblick über die Zähler einer Energieliegenschaft und die dort z. B. im letzten Monat erfassten Verbrauchswerte zu gewinnen.