21. März 2019

Wie IngSoft InterWatt das Schwimmen lernte

Um die verbindlich vereinbarten Klimaschutzziele bis zum Jahr 2050 zu erreichen, darf gerade der Verkehrssektor nicht außer Acht gelassen werden. Knapp ein Fünftel der Treibhausgasemissionen in Deutschland (18 %) waren im Jahr 2015 auf den Verkehrssektor zurückzuführen. Dazu zählen Inlandsflüge, der Straßen-, der Schienen- und natürlich der nationale Schiffsverkehr. Während in anderen Sektoren die Emissionen zwischen 1990 und 2016 deutlich reduziert wurden, lagen sie im Verkehrssektor sogar etwas über dem Wert aus dem Jahr 1990! (Sondergutachten des Sachverständigenrats für Umweltfragen, November 2017, Umsteuern erforderlich: Klimaschutz im Verkehrssektor) Hier ist es also höchste Zeit die Energieeffizienz deutlich zu erhöhen und somit Emissionen und Kosten erheblich zu reduzieren. IngSoft und die bremenports GmbH & Co. KG setzen genau hier an.

Per Lotse sicher zum Ziel

Das Energiemanagement der seit 2016 nach ISO 50001 zertifizierten Hafenmanagement-Gesellschaft, entschied im Jahr 2018: der große Datenfluss der zu verarbeitenden Energie- und Rechnungsdaten soll mit Hilfe eines erfahrenen Lotsen befahren werden. Die bisher recht aufwendige und zeitraubende Datenerfassung wurde durch die Energiemanagement-Software IngSoft InterWatt ersetzt.  „Digitalisiertes Energiemanagement von Profis für Profis“ basierend auf über 20 Jahren Software-Entwicklung und Support werden nun auch die bremenports in Zukunft sicher ans Ziel bringen.  

Über rund 300 Hauptzähler werden vor allem Strom, Gas und Schiffsdiesel erfasst. Der Geltungsbereich der bremenports und der von ihr verwalteten Sondervermögen, erstreckt sich über Schleusen, Brücken, Pumpwerke, Stellwerke der Hafenbahn, Weichenheizungen, Werkstätten und Bürogebäude, den kathodischen Korrosionsschutz sowie den Fuhrpark Land. Nicht zuletzt finden natürlich auch die größten Energieverbraucher Beachtung: die Schiffe - Klappschuten, Schwimmbagger, Spül-, Arbeits- und Vermessungsschiffe. All diese „schwimmenden Liegenschaften" haben ihren Platz in IngSoft InterWatt gefunden.

Klar Schiff machen

Mithilfe von IngSoft InterWatt wird eine valide Datenbasis geschaffen. Eine abteilungsübergreifende, zentrale Datenhaltung, sowie die Anbindung automatisch erfasster Unterzähler bringen Struktur ins Energiemanagement. Die große Datenflut wird ohne Schwierigkeiten bewältigt. Darüber hinaus wird die Rechnungsdatenerfassung durch die Verwendung der Tarifkosten in IngSoft InterWatt wesentlich vereinfacht. Da hier die Information über den Standort einzelner Zähler wichtig ist, wird das vorhandene Geoinformationssystem des Hafenbetreibers angebunden. Ein weiteres Plus stellt die Erweiterung der Mobile App von IngSoft InterWatt dar. Sie ermöglicht nun die Erfassung von Standortdaten sowie die zuverlässige und zeitsparende Erfassung aller nicht elektronisch erfassten Zähler. Mittelfristig sollen auch Daten von Energieversorgern über eine MSCONS-Schnittstelle in IngSoft InterWatt einfließen. Das Ergebnis: eine übersichtliche Energielandschaft und damit die wesentliche Verbesserung der Grundvoraussetzung für ein wirksames Energiemanagement.

Unterschätzte Energieliegenschaften

„Mobile Energieliegenschaften" sind nicht nur in Häfen von Bedeutung. Auch in anderen Branchen spielen sie eine Rolle - schwimmend, fliegend oder fahrend. Erfahrungsgemäß ist der Fuhrpark eines Unternehmens ein oft unterschätzter Energiefresser. Nehmen wir zum Beispiel einen Filialisten: sein Fokus im Energiemanagement darf sich nicht allein auf den Energieverbrauch und die Energiekosten seiner Filialen beschränken. Auch die Flotte seiner Lieferwagen sollte stets Beachtung finden. Der Verkehrssektor birgt nicht nur hinsichtlich der Klimaziele noch großes Verbesserungspotenzial. Auch viele Unternehmen klammern in Ihren Bestrebungen nach Energieeffizienz das Thema Mobilität aus. Ein genauer Blick dorthin dürfte sich lohnen – versuchen Sie es!


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