Gelebte Professionalität

IngSoft InterWatt im Einsatz bei der Stadt Wuppertal

Ein professionelles Energiemanagement erfordert eine professionelle Software. Das erkannten die Verantwortlichen des Gebäudemanagements der Stadt Wuppertal schon um die Jahrtausendwende. Die Stadt Wuppertal ist ein Vorbild im kommunalen, digitalisierten Energiemanagement.

Es war klar, dass alle relevanten Gebäude-, Zähler- und Verbrauchsinformationen durchgehend allen involvierten Mitarbeitenden zur Verfügung stehen und nicht in aufwändigen Excel-Listen ausgewertet werden müssen. Im Jahr 2015 sollte die bis dahin eingesetzte Software ersetzt werden. Die Orientierungsphase begann. Die Erkenntnis, dass es mittlerweile viele hervorragende Möglichkeiten im digitalisierten Energiemanagement gab, steigerte die Vorfreude.

Gründliche Vorbereitung

Die Installation und Vorbereitung sowie die Schulung der Mitarbeitenden und das Einpflegen der Stammdaten begann im Jahr 2015. Im darauffolgenden Jahr war IngSoft InterWatt voll umfänglich im Einsatz und das Energiemanagement wieder voll aussagefähig.

Vor der Einführung von IngSoft InterWatt wurde der gesamte Energiemanagement-Prozess genau unter die Lupe genommen. Von der Klärung des Ausschreibungsverfahrens bis hin zur Erörterung von Detailfragen z. B. hinsichtlich der benötigten Schnittstellen. Gut ein halbes Jahr hat der Umzug der bereits vorhandenen Zählerdaten in Anspruch genommen. Eines war den Verantwortlichen allerdings von Beginn an bewusst: Wichtiger als ein schnellstmöglicher Umzug war die Verlässlichkeit der Daten. Daher wurden alle Daten im Rahmen des Umzugs ausgiebig auf Plausibilität geprüft. Das nahm einige Zeit in Anspruch. Da die Stadt Wuppertal bereits seit dem Jahr 2002 auf eine Zählerfernauslese setzte, war eine riesige Datenbasis vorhanden. Enorm viele Daten mussten folglich in IngSoft InterWatt importiert werden.

Klare Vorstellungen

Durch jahrelange Erfahrung im Energiemanagement wussten die Verantwortlichen genau, was sie von ihrer neuen Energiemanagement-Software erwarteten. Professionalität stand an erster Stelle. Das System sollte schnell und intuitiv bedienbar sein. Zudem sollten alle für den Energiemanager relevanten Informationen einer Liegenschaft zentral gebündelt sein. Das sollte die gesamte Historie der Gebäude beinhalten, inklusive der baulichen Maßnahmen wie Sanierungen oder Flächenänderungen. Denn das ist eine wesentliche Grundlage bei der Ermittlung aussagekräftiger Kennzahlen. Eine möglichst weitreichende Automatisierung galt als weiteres Kriterium.

Darüber hinaus haben auch weitere Funktionen der Software die Zuständigen bei der Stadt Wuppertal überzeugt. Durch die Rohrbruchüberwachung, die IngSoft InterWatt bietet, konnte die Excel-Datei abgeschafft werden. „Die vielfältigen Überwachungsmöglichkeiten mittels Grenzwerten oder Lastverläufen sind schier überwältigend,“ freut sich die Teamleiterin Energiemanagement des Gebäudemanagements der Stadt Wuppertal, Nadine Kiewert. Auch die permanente, automatische Überwachung der Fernauslese nach bestimmten Kriterien wie Außentemperatur oder Wochentag war ein Pluspunkt.    

Besondere Herausforderungen

Die Herausforderungen waren vielfältig. Da der Umstieg auf IngSoft InterWatt sehr sorgfältig vorbereitet und durchgeführt werden sollte, war der Bedarf an Zeit- und Personalressourcen sehr hoch. Außerdem wurde die Bereitstellung sehr großer, anonymisierter Datenmengen hochaufgelöster Verbrauchsdaten für ein Forschungsvorhaben benötigt. Eine Schnittstelle zur Bewältigung dieser riesigen Datenmenge musste geschaffen werden.

Nadine Kiewert führt weiter aus: „Für unser seit fast 10 Jahren an Schulen laufendes Nutzermotivationsprojekt „energie gewinnt – nur mit uns“ mussten die vertraglichen Baselines als Referenzwerte grafisch auswertbar sein. Es gab also einen Jahresvergleichswert je Zähler bzw. Liegenschaft, der sinnvoll monatlich verteilt und in Auswertungen auch angezeigt werden sollte. Diese Auswertungen wurden dann wiederum in einen Bericht eingebunden.“

Überzeugendes Arbeitswerkzeug für digitalisiertes Energiemanagement

Acht Mitarbeiter*innen des Energiemanagement-Teams nutzen IngSoft InterWatt regelmäßig. Aber auch Kolleg*innen aus den Abteilungen der Haus- und Gebäudeleittechnik greifen auf die Messdaten aus IngSoft InterWatt zu. Etwa 200 Hausmeister*innen nutzen die IngSoft InterWatt App zur Ablesung der Zählerstände. Stehen Bau- oder Sanierungsmaßnahmen bevor, wird abteilungsübergreifend das weitere Vorgehen und sinnvolle Maßnahmen erörtert. Ein Beispiel: Ein Kessel wird nicht mehr einfach pauschal 1:1 ersetzt. Stattdessen prüfen die Zuständigen vorab genau, welcher Leistungsbedarf tatsächlich besteht. Aus den Daten und Auswertungen in IngSoft InterWatt gewinnen sie wichtige Erkenntnisse für derartige Entscheidungen.

Insbesondere die Überwachungen in IngSoft InterWatt werden geschätzt. Während früher viel Zeit darauf verwendet wurde, Datenlücken aufzudecken, entfällt diese Aufgabe nun nahezu vollständig, da IngSoft InterWatt das übernimmt. Endlich kann so die Arbeitszeit weitaus sinnvoller für die Analyse der Messdaten genutzt werden. Auch die Dashboards, die individuelle Einstellungen ermöglichen und Tachoanzeigen enthalten, werden besonders gern genutzt.

Abteilungsübergreifender Einsatz

Geschätzt werden auch die automatische Berichtszusendung und Alarmierung der Energiemanagement-Software. Das ist nicht nur bequem, sondern ermöglicht zudem die Einbindung diverser Abteilungen und Verantwortlicher.

Seit einiger Zeit erhält das Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal Anfragen anderer städtischer Einheiten und Betriebe, die um Unterstützung im Energiecontrolling bitten. „Wenn die Zähler an die Fernauslese angeschlossen werden, sich also niemand mehr um Zählerablesungen kümmern muss und darüber hinaus auch noch automatische Auswertungen und Berichte generiert werden, konnten wir die Kolleginnen und Kollegen bislang immer begeistern“, erzählt Nadine Kiewert.

Transparenz wird beim Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal groß geschrieben. Nicht nur sind die Verbräuche durch den Einsatz von IngSoft InterWatt nachvollziehbar. Die Berichte über die Verbrauchsdaten der größten Standorte wie Schulen, Sportstätten und Feuerwachen des GMW werden zudem auf der Website veröffentlicht

Vorteile

Einer der wesentlichen Vorteile ist, dass die Zuständigen jederzeit einen Überblick über die Energiekennzahlen und deren Entwicklung haben. Zum Thema Erneuerbare Energien wird eine Auswertung über alle vorhandenen Anlagen des GMW erstellt. So erhalten die Mitarbeitenden einen aktuellen Überblick der produzierten Strommenge aus Photovoltaik und Kraft-Wärme-Kopplung auf Knopfdruck.

Wenn wir das so sagen dürfen: wir hatten von Anfang an den Eindruck, dass IngSoft InterWatt von Leuten programmiert wird, die aus unserem Metier kommen, die das Energiemanagement verstanden haben und nicht "nur programmieren“.

Nadine Kiewert, Teamleiterin Energiemanagement des Gebäudemanagements der Stadt Wuppertal

Zusammenarbeit mit IngSoft

Neben den umfangreichen Funktionsmöglichkeiten in IngSoft InterWatt war die Anwenderbetreuung ausschlaggebend für die Entscheider*innen. Mitarbeiter*innen der Support-Abteilung kennen nicht nur alle Tipps und Tricks bei der Anwendung der Software. Sie sind zudem tatsächlich Fachleute im Energiemanagement. Sie gehen also mit einer ganzheitlichen Betrachtungsweise an Kundenfragen heran und finden konstruktive Lösungen.

Auch die jährliche IngSoft InterWatt Anwendertagung besuchen die Kolleg*innen des Energiemanagements der Stadt Wuppertal gern. „Das gemeinsame Entscheiden darüber, wie die Weiterentwicklung der Software priorisiert werden soll, gibt uns Nutzern der Software eine Stimme. Es macht auch neugierig, wie die anderen Anwender IngSoft InterWatt nutzen bzw. welche Fragestellungen sich ergeben“, erklärt Kiewert.

 

 

Das Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW) ist ein organisatorisch und wirtschaftlich selbstständiges Gebäudewirtschaftsunternehmen. Diese im Jahr 1999 gegründete Einrichtung ist herstellerneutral und produktunabhängig. Es bietet Facility Management Dienstleistungen für kommunale Immobilien und Liegenschaften, sowohl eigene als auch gemietete. Rund 450 Beschäftigte kümmern sich um etwa 850 Gebäude. Das GMW erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro.

Die Zuständigkeiten des GMW umfassen unter anderem den An- und Verkauf sowie die Vermietung von Gebäuden, Räumen und Außenflächen, die Erstellung und die Instandhaltung, den Um- und Ausbau sowie die Modernisierung von Gebäuden und baulichen Anlagen, die Energiedienstleistung sowie Hausmeisterdienste.

  • Einsatz von IngSoft InterWatt seit: 2015
  • Anzahl der Energieliegenschaften: ca. 750 Liegenschaften (Die werden aber nicht vollumfänglich in IngSoft InterWatt überwacht, nur die, die von energetischem Interesse sind.)
  • Lizenzumfang in Zählwerken: automatisch erfasste Zählwerke ca. 550 Stück, manuell erfasste Zählwerke ca. 1.000 Stück
  • Erfasste Medien: Fernwärme, Gas, Holzpellets, Strom, Wasser
  • Eingesetzte Datenquellen: .csv - Schnittstelle für Stadt Wuppertal, Görlitz AG Skalar LPEX 3.0